Gender Glossar

About

Das Gender Glossar ist ein Online-Glossar, in dem Definitions- und Einordungsbeiträge zu genderwissenschaftlich relevanten Begriffen aber auch zu gesellschaftlichen und kulturellen Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Wir wollen eine Plattform bereitstellen, deren Beiträge den Standards wissenschaftlicher Veröffentlichungen, wie z.B. Zitierfähigkeit, entsprechen und dabei jederzeit online zur Verfügung stehen.

Über ein Review-Verfahren begutachten Expert_innen verschiedener akademischer Disziplinen jeden eingereichten Beitrag. Auf diese Weise wird die Qualität der Veröffentlichungen sichergestellt. Überarbeitungen der Beiträge sind in regelmäßigen Abständen möglich, unterliegen jedoch ebenso einem Reviewverfahren. Frühere Versionen bleiben permanent zugänglich und dauerhaft zitierfähig.

Das Gender Glossar ist ein Projekt des Lehrstuhls für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät und des Zentrums für Frauen und Geschlechterforschung (FraGes) der Universität Leipzig.

 http://www.gender-glossar.de

Dauerhaft offener Call

Die Redaktion des Gender Glossar sucht jederzeit Einreichungen für Lemmata zu Begriffen, Personen und Konzepten mit verschiedenen Perspektiven auf die Geschlechterverhältnisse.

Zu den dauerhaft ausgeschrieben Lemmata gelangen Sie hier

2. Call // Feminismen

Unter dem Begriff „Feminismus“ werden sehr verschiedene, teils auch widersprüchliche theoretische, (identitäts-)politische, transnationale, globale, glokale, etc. Bedeutungskonzepte subsumiert, um die an vielen Stellen und aus verschiedenen Positionen heraus gerungen wird.

Deshalb schreiben wir hiermit einen Call zu „Feminismen“ aus, der ganz unterschiedliche Lemmata umfasst und umfassen kann. Wir wollen damit Feminismus in seiner Pluralität der Zugänge, der Konzepte und der Vereinnahmungen gerecht werden und zugleich auf die konflikthafte politische und wissenschaftliche Theorie und Praxis eingehen, Einseitigkeiten und Verkürzungen vermeiden sowie interdisziplinäre Perspektiven sichtbar machen. Über unsere Publikationsplattform bieten wir einen Raum an, in dem Autor_innen verschiedene feministische Positionen, Bewegungen, Themenfelder, Ausdrucksformen und Theorien in ihrer Komplexität und Heterogenität beschreiben, kontextualisieren und einordnen können.Weiterlesen

Zum Call

3. Call // Geschlechtersensibler und diskriminierungsarmer Sprachgebrauch

Debatten um interdependente Diskriminierungsverhältnisse wie Rassismus und Sexismus ebenso wie um Barrierefreiheit und Diversität werfen u. a. folgende Fragen auf: Wie finden in unserem alltäglichen Sprachgebrauch Ausgrenzungen und gewaltförmige Praxen statt? Wie werden diese Machtverhältnisse in Sprache sichtbar? Welche diskursiven Auseinandersetzungen um Sprachpolitiken werden aktuell und historisch sowie wissenschaftstheoretisch und aktivistisch in welcher Form verhandelt? Wie können konkrete sprachliche Interventionsmöglichkeiten aussehen? Und welche Kritik kann gegenüber derzeit gängigen Analyse- und Interventionsversuchen geübt werden?

Sprache ist als performativer Akt an der Konstituierung von Wirklichkeit(en) beteiligt. In diesem Prozess werden Differenzen, zum Beispiel durch Normen und Normierungen, geschaffen, begründet, irritiert und verstetigt. Ausgehend von diesem Wissenschaftsverständnis, das auch beinhaltet, dass durch eine reflektierte Sprachpraxis Stereotypisierungen und Kulturalisierungen vermieden bzw. sicht- und bearbeitbar gemacht werden können, möchten wir anregen, folgende Themenkomplexe in Bezug auf gendersensibles und diskriminierungsarmes Sprachhandeln zu bearbeiten. Ebenso interessiert sind wir an wissenschaftstheoretischen Beiträgen, die sich kritisch mit bestehenden Analysezugriffen auseinandersetzen und/oder weitere wissenschaftliche Bezüge herstellen (z. B. zur kritischen Theorie, Ideologiekritik, Diskurstheorie, zum spatial turn, Sozialkonstruktivismus, etc.):

  • linguistic turn
  • cultural turn
  • Selbst- und Fremdbezeichnung(en)
  • antidiskriminierende Sprachhandlungen (schwarz/ weiß)
  • Sprach- und Schrifthandeln (Gendergap_, Gendersternchen*, x-Form, a-Form, etc.)
  • leichte Sprache/ barrierefreie Sprache
  • Othering/ Subjektpositionierung

Zum Call

letzte Änderung: 12.07.2016

Kontakt

M.A. Johannes Nitschke
Redaktion Gender Glossar

Professur für Schulpädagogik unter besonderer Berücksichtigung von Schulentwicklungsforschung
Dittrichring 5-7
04109 Leipzig

Telefon: 0341 - 97 31 583
E-Mail