Erzählungen zwischen Schöpfung und Erschöpfung

Kurzbeschreibung

Postfordistische Arbeitsweisen zeichnen sich durch ein Set von Flexibilisierungsmechanismen aus, die das Subjekt adressieren und einbinden. Sie aktivieren unternehmerisches, emotionales Handeln, und fordern eine permanente Re-Definition des Selbst. Postfordistsiche Arbeitsweisen sind dabei von einer Renaissance des Schöpferischen geprägt. Der schöpferische Akt ist zwar einerseits identitätsstiftend, läuft andererseits aber Gefahr, in Erschöpfung umzuschlagen, wenn er auf Dauer gestellt wird. Diese Ambivalenz des kreativen Potentials postfordistischer Arbeit macht eine einseitige Kritik derselben schwierig. Schwierig wird aufgrund der Immaterialität kreativer Arbeit und der Nicht-Linearität von Arbeitsbiographien im Postfordismus auch ein selbstversicherndes Story-Telling. Literatur und Film, die die Entwicklung der Arbeitsgesellschaft seit den 1970er Jahren begleiten, stellen, so die Hypothese, Erzählweisen kreativer Arbeit zur Verfügung, die das Projekt rekonstruiert. Es fragt, wie die arbeitsweltlichen Veränderungen einer Flexibilisierungsideologie, zu deren Kern die Kreativität gehört, aufgenommen, verfolgt und (um)gestaltet werden, wie also von kreativer Arbeit erzählt wird.

Laufzeit: 24 Monate

Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung

 

 

letzte Änderung: 03.10.2016

Projektleitung

Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt

Institut für Germanistik
Beethovenstrasse 15
04107 Leipzig

Telefon:
0341 97 37 406

Projektbearbeitung

M.A. Torsten Erdbrügger

Burgstraße 21
Zimmer 131
04109 Leipzig

Telefon:
0341 97 37 353