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Erzählungen zwischen Schöpfung und Erschöpfung (2015-2018)

Postfordistische Arbeitsweisen zeichnen sich durch ein Set von Flexibilisierungsmechanismen aus, die das Subjekt adressieren und einbinden. Sie aktivieren unternehmerisches, emotionales Handeln, und fordern eine permanente Re-Definition des Selbst. Postfordistsiche Arbeitsweisen sind dabei von einer Renaissance des Schöpferischen geprägt. Der schöpferische Akt ist zwar einerseits identitätsstiftend, läuft andererseits aber Gefahr, in Erschöpfung umzuschlagen, wenn er auf Dauer gestellt wird. Diese Ambivalenz des kreativen Potentials postfordistischer Arbeit macht eine einseitige Kritik derselben schwierig. Schwierig wird aufgrund der Immaterialität kreativer Arbeit und der Nicht-Linearität von Arbeitsbiographien im Postfordismus auch ein selbstversicherndes Story-Telling. Literatur und Film, die die Entwicklung der Arbeitsgesellschaft seit den 1970er Jahren begleiten, stellen, so die Hypothese, Erzählweisen kreativer Arbeit zur Verfügung, die das Projekt rekonstruiert. Es fragt, wie die arbeitsweltlichen Veränderungen einer Flexibilisierungsideologie, zu deren Kern die Kreativität gehört, aufgenommen, verfolgt und (um)gestaltet werden, wie also von kreativer Arbeit erzählt wird.

Laufzeit: 24 Monate

Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung

Projektleitung: Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt

Projektdurchführung: Torsten Erdbrügger M.A.

MENTOSA (2010-2014)

Unter der wissenschaftlichen Begleitung des Zentrums für Frauen- und Geschlechter- forschung (FraGes) startete im April 2010 das am Gender Mainstreaming orientierte Mentoring-Netzwerk Sachsen - MENTOSA. Partner dieses erweiterungsfähigen Netzwerkes waren neben der Universität Leipzig die Technische Universität Chemnitz, die Hochschule Mittweida, die Westsächsische Hochschule Zwickau, die Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden sowie die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig.

MENTOSA unterstützte von April 2010 bis März 2014 besonders engagierte und motivierte Studierende und Promovierende der Universität Leipzig bei ihrem Berufsstart in Sachsen.

Das Programm beinhaltete:

  • Einjährige individuelle Betreuung durch praxisnahe Mentorinnen und Mentoren aus säch- sischen Unternehmen, Verwaltungen, Wissenschafts-, Kunst- und Kultureinrichtungen. Passende Auswahl der Mentor_innen zu den jeweiligen Interessengebieten und beruflichen Plänen der Mentees. Unterstützung der Mentees durch die Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte ihrer Mentor_innen.
  • Workshops zu Themen wie Kommunikation, Karriereplanung, Führungskompetenz, Projekt- und Zeitmanagement sowie Work-Life-Balance.
  • Einblicke in unterschiedliche Studiengänge und Arbeitsgebiete durch Mentees aus verschiedenen Fakultäten und Fachbereichen sowie durch die Vernetzung der interdisziplinären Partner.

Koordination: Dr. Lea Müller-Dannhausen

1. Posterfestival zur Genderforschung (2012)

DIA FCC Project (2009-2012)

Dialogue - Facilitating Creative Communication

The DIA-FCC project intents to inspire and to promote the capability of dialogical communication and behaviour – based on the theory developed by David Bohm and others – to initiate change processes. Dialogue in this sense aims at generation of greater shared understanding in common exploration. The goal of dialogue is to find common ground in appreciating people's diversity. The overall main purpose of the project is to spread more of the dialogue methodology and dialogical behaviours, skills to facilitate the creation of a new culture of communication which leads to common creative thinking, new insights and creative solutions. Dialogue needs the development of core features and competencies which have to be trained in groups.

The project will train participants of different cultural background from 8 partner countries who want to broaden their scale of activities to help people and teams with pathways to improve their knowledge and competencies to be proactive in and for necessary change processes. It opens up for participants a multi-faceted field of common and mutual learning in a multicultural group to develop facilitator skills and experience. Gender sensitive DUO work of dialogue process facilitating will mark the trainings as well as the learning offers for participants. The trained participants will transfer their gained experiences and skills to target groups in their countries. This learning community will network during the time of project implementation in order to establish a European pool of dialogue process facilitators. The results of the project work are an interactive website, educational material to facilitate dialogue sessions, a sample of handbook for trainees, a Final Conference in Sofia and a further educational course for European participants at the University of Leipzig. The certified alumni will form a European Network of Dialogue Process Facilitators (EuNetDPF).


Projektkoordination: Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt

Projektmanagement: M.A. Astrid Lethert

Trainerin: Dr. Heidemarie Wünsche-Piétzka

GRUNDTVIG Learning Partnership (2008-2010)

letzte Änderung: 07.02.2019