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25 Jahre Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. und Präsentation des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

25 Jahre Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. und Präsentation des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

Festveranstaltung am Freitag, den 02.02.2017, ab 16:30 Uhr im Haus des Buches Leipzig

Zur Festveranstaltung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. werden am Freitag, den 2. Februar 2018, erste Ergebnisse der Arbeit des Vereins für das Digitale Deutsche Frauenarchiv DDF, das als Fachportal zur Frauenbewegungsgeschichte Mitte September 2018 online gehen wird, vorgestellt.

Musikalische Umrahmung: Frauenchor Canta Animata
Anschließend Sektempfang im „Literaturcafè“.

Rückmeldung erbeten:
E-Mail: info@lopleipzig.de      
Telefon: 0341 58151522
Programm unter www.louiseottopeters-gesellschaft.de

15 Jahre Geschlechterforschung an der Universität Leipzig (2016)

Vor 15 Jahren wurde das Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung auf Initiative von engagierten Hochschulprofessor*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen als Einrichtung gegründet, um die interdisziplinäre Erforschung der Geschlechterverhältnisse sowie die vielfältigen Wirkweisen der Kategorie Geschlecht in der Wissenschaft an der Universität Leipzig sichtbar zu machen und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern.

Das Zentrum hat sich in den 15 Jahren seines Bestehens als fakultätsübergreifende Forschungseinrichtung, als Organisatorin inner- und außeruniversitärer Forschungsprojekte, Bildungs- und Lehrveranstaltungen sowie als regionale und überregionale Kooperations- und Netzwerkpartnerin etablieren können.

15 Jahre bieten uns den Anlass, mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm das vielfache emanzipatorische, inklusive, queer-feministische, menschenrechts- und gleichstellungsorientierte Engagement von Akteur*innen innerhalb und außerhalb der Uni Leipzig zu würdigen.

Zum Programm

23. Louise-Otto-Peters Tag: Die Rechte der Frauen 1791 – 1866 – 2016 (2016)

Am 21. & 22.10.2016 in der Bibliotheca Albertina

Vor 225 Jahren forderte Olympe de Gouges in ihrer „Déclaration des droits de la Femme et de la Citoyenne“ Bürgerrechte auch für Frauen. Vor 150 Jahren veröffentlichte Louise Otto-Peters ihre Gedanken zum „Recht der Frauen auf Erwerb“. 2016 erinnern die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. und der Verein des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes e. V.) der Universität Leipzig an diese bahnbrechenden Schriften und fragen nach den Rechten von Frauen heute.

Mit Beiträgen von Dr. Irina Hundt/ Schwielowsee, Dr. Gisela Losseff-Tillmanns/ Düsseldorf, Dr. Christine Rabe/ Hannover, Dr. Marion Röwekamp/ Berlin sowie aus Leipzig: Dr. Sandra Berndt, Dr. Silvio Pfeuffer, Dr. Uta Schlegel und Dr. Tanja Schwan.

Am Freitag, den 21.10.2016, ab 20 Uhr bietet die Abendunterhaltung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. in der galerie KUB, Kantstr. 18, 04275 Leipzig unter dem Titel „Flügel an den Füßen“ eine bewegte Auseinandersetzung mit dem Emanzipationsgedanken.


Wir laden alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein.

Programminfos: www.louiseottopeters-gesellschaft.de

Zum Programmflyer

Wer braucht Feminismus? (2015)

In der Ausstellung «Wer braucht Feminismus?» werden Motive der gleichnamigen Kampagne gezeigt. Die Kampagne zeigt Menschen, die mit ihrem Foto und einem positiven feministischen Statement auftreten. Die Kampagne möchte zur Identifikation mit dem Thema Feminismus anregen und Menschen gewinnen, die in ihrem Alltag für das Thema einstehen. Seit 2012 sammelt die Kampagne individuelle Argumente und Unterstützung für Frauenrechte und Gleichstellung.

Wir präsentieren die Ausstellung in Leipzig und fragen im Begleitprogramm nach den aktuellen Strömungen, Kampfplätzen und Perspektiven feministischer Bewegungen.

Zur Vernissage am 14. September diskutieren wir mit Julia Korbik und Jasmin Mittag. Julia Korbiks Buch Stand up. Feminismus für Anfänger ist ein Reiseführer durch den Femi- nismus-Dschungel, ein Aufklärungsbuch voller Fakten, Interviews und Popkultur-Tipps. Ein Buch, das den jungen Frauen zeigen will, wo wir heute stehen und was es noch zu tun gibt.

Jasmin Mittag hat die Kampagne Wer braucht Feminismus? aus den USA nach Deutschland gebracht und nun auch die Wanderausstellung dazu konzipiert. In Kampagne und Ausstellung beziehen Menschen klar Stellung: Für echte Gleichberechtigung und gegen den alltäglichen Sexismus.

Am 22. September folgt eine Diskussion mit Anne Wizorek. Der von ihr initiierte #aufschrei via Twitter stieß im Jahr 2013 eine De- batte zu Alltagssexismus an und wurde dafür als erster Hashtag mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. 2014 erschien ihr Buch Weil ein #aufschrei nicht reicht – Für einen Feminismus von heute, in dem sie eine moderne feministische Agenda entwirft.

Ausstellungspräsentation
vom 14. - 27. September, Öffnungszeiten:
Mittwoch-Freitag 17:00 - 20:00
Samstag und Sonntag 14:00 - 18:00

Ort: Pöge-Haus e.V. · Hedwigstraße 20 · Leipzig · Eintritt frei

Eine Kooperation von Weiterdenken- Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes) der Universität Leipzig.

Mehr: www.werbrauchtfeminismus.de

150 Jahre Allgemeiner Deutscher Frauenverein (2015)

Internationale Wissenschaftliche Tagung vom 15. bis 17. Oktober 2015

Tagungsort: Neues Rathaus, Festsaal und Obere Wandelhalle

2015 begeht die Stadt Leipzig nicht nur den 1000. Jahrestag ihrer Ersterwähnung; 2015 jährt sich auch der 150. Gründungstag des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins in Leipzig, mit dem die bürgerliche Frauenbewegung Deutschlands ihren organisatorischen Anfang nahmm.

Beide Ereignisse sind Anlass für die Internationale Wissenschaftliche Tagung "Frauen in der Geschichte Leipzigs – 150 Jahre Allgemeiner Deutscher Frauenverein (ADF)", die vom 15. bis 17. Oktober 2015 stattfindet. Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Amerika untersuchen und problematisieren die spezifischen Lebenswelten und Leistungen von Frauen in der Geschichte Leipzigs.

Der erste Tag befasst sich mit der Teilhabe von Frauen im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Der zweite Tag wendet sich dem 19. Jahrhundert zu – im Zentrum stehen das 150. Gründungsjubiläum des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins und damit Leipzigerinnen um Louise Otto-Peters als Pionierinnen der deutschen Frauenbewegung und die von hier ausgehenden Impulse auf die deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Der dritte Tag ist schließlich der aktuellen Partizipation von Frauen in der Soziokultur Leipzigs vorbehalten: Initiativen und Projekte werden vorgestellt und neue Tätigkeitsfelder erschlossen.

Die Gedenktafelenthüllung zum 150. Jubiläum des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins und ein Empfang durch die Rektorin der Universität Leipzig, Konzerte, Workshops, Stadtführungen und Ausstellungen gehören zum Programm, das die Leistungen von Frauen würdigen und die Teilnehmer*innen der Tagung, aber auch interessierte Leipziger*innen und ihre Gäste zu Entdeckungen anregen soll.

Pressemitteilung

Das Tagungsprogramm

IsLove. Begehren und Sexualität im Islam (2015)

Eine Vortragsreihe des eurient e.V. in Kooperation mit dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung und dem Orientalischen Institut der Universität Leipzig.

Mit freundlicher Unterstützung der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung (hms).

Begehren und Sexualität werden mittlerweile nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in universitären Disziplinen breit diskutiert. Anders sieht es mit Begehren und Sexualität im Islam aus. Empirische Aussagen gibt es kaum, dafür viele Vorurteile. Arabistik und Islamwissenschaft behandeln den Themenbereich nur am Rande. Noch weit weniger im Fokus stehen Themen aus den Bereichen LGBT, Queerness und Gender.

IsLove bündelt erstmalig in dieser Form Erkenntnisse aus der Forschung, vernetzt WissenschaftlerInnen und andere AkteurInnen aus Arabistik und Islamwissenschaft mit KollegInnen zum Beispiel aus den Sozialwissenschaften und gibt Impulse für weitere Forschung. Die Veranstaltungsreihe wird zwar in universitären Räumen stattfinden, ist aber für alle interessierten Menschen offen, die sich kritisch mit provokanten, aber auch aktuellen Problemen und Fragen in der Wissenschaft und in den Medien auseinandersetzen wollen. 

Mit IsLove verfolgt eurient e.V., der Verein für den transmediterranen Kulturdialog, mehrere Ziele:

Zum einen soll auf das Problemfeld Geschlecht/Begehren und Religion am Beispiel von Geschlechterkonstruktionen, Homosexualität und Islam hingewiesen werden. Es sollen Impulse und Anregungen für den unterrepräsentierten wissenschaftlichen Schwerpunkt Homosexualität(en) und islamisch geprägte Welt gegeben werden.

IsLove will zudem Binaritäten, heteronormative Vorstellungen und exotische Orientbilder kritisch hinterfragen und dazu beitragen, dass langfristig ein differenziertes Bild von der Region und ihrer gesellschaftlichen Pluralität entsteht.

Louise Otto-Peters und ihre literarischen Netzwerke (2014)


22. Louise-Otto-Peters-Tag am 17. & 18.10.2014

Sexing School (2012 & 2013)

Theater um Gender (2011)

Die feministische Performancekunst vor allem der 1960er und 1970er Jahre ist bekannt für ihre Gewalt- und Machtvorführungen am weiblichen Körper sowie für ihre Kritik an den herrschenden Geschlechterrollen. Die prozesshafte und experimentelle Kunstform, für die der Körper und seine Performativität konstitutiv sind, eignet sich besonders für das Spiel mit dem Geschlecht und seiner vermeintlichen Stabilität: Yoko Ono lässt sich in Cut Pieces (1964/65) vom Zuschauer die Kleider vom Leib schneiden und Cindy Sherman inszeniert in Film-Stills u.a. Genderkonstruktionen und legt darin herrschende Frauenbilder offen. Diese historischen Beispiele werden neben weiteren Projekten von Marina Abramović, Martha Rosler und Carolee Schneemann der Untersuchungsgegenstand sein, dem wir uns sowohl theoretisch als auch praktisch nähern möchten. Daran anschließend sollen eigene Performance-Sequenzen der Workshop-Teilnehmenden entstehen und ausprobiert werden.

Leitung: Gesche Gerdes und Meret Kiderlen

100 Jahre Frauentag (2011)

Ausstellung: OPFER! (2011)

Genderkompetenz (2008)

ESF-gefördertes Projekt (01.10.07 – 31.07.08) zur Verbesserung der Praxisbefähigung von Studierenden und AbsolventInnen mit Gender-Bezug.

Projektleitung: Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt

1. Projektziele

Für das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt wurde ab März 2008 ein Studium begleitendes Angebot entwickelt, das aus Gender-Mainstreaming-Kursen, Gender-Kompetenz-Trainings sowie Theorie-Veranstaltungen besteht, in denen die Studierenden und AbsolventInnen in den letzten Semestern ihre eigene Gender-Sensibilität beurteilen lernen. Ziel dabei war es, Strukturen geschlechtsspezifischer Benachteiligung bewusst zu machen. In einem weiteren Schritt sind dann kritische Maßnahmen diskutiert und praktisch erprobt worden, die diesen Strukturen entgegenwirken.

1. Die Trainings halfen auf der persönlichen Ebene das eigene Verhalten bspw. in der Kommunikation, in der Präsentation von Studieninhalten, in Prüfungs- und Bewerbungssituationen, aber auch in der Selbstbeurteilung hinsichtlich beruflicher Orientierungen, reflektieren und steuern. Doch auch

2. auf der institutionellen Ebene bspw. in Unternehmen und potentiellen Berufs- bzw. Praxisfeldern konnte die Gender-Kompetenz und der Topos Gender-Sensibilität als gewinnbringendes Moment in den Kooperationsprozess integriert werden.

Für eine zielführende Praxisbefähigung haben wir im Projekt beide Ebenen der persönlichen Kompetenzen sowie der institutionellen Strukturen und Erfordernisse sinnvoll kombiniert. Dafür haben wir den Studierenden und AbsolventInnen Kenntnisse in geschlechterpolitischen Zielen vermittelt, so dass eine differenzierte Beurteilung von geschlechterdemokratischen Strategien, der Gender Diversity Methode sowie Quoten- bzw. Frauenförderungsmaßnahmen erlernt wurde.

Die Lerneinheiten, in welchen diese geschlechterpolitischen Ziele und entsprechende Methoden ihrer Umsetzung vermittelt wurden, bestanden zur Hälfte aus Theorie-Veranstaltungen. In der anderen Hälfte wurden praktische Übungen, wie Gender-Kompetenz-Trainings, Gender-Sensiblisierungs- sowie Kommunikations-Übungen, außerdem die Präsentationen von Maßnahmen hinsichtlich ganz konkreter Aufgabenstellungen durchgeführt und einer kritischen Diskussion und Auswertung im Team unterzogen.

Die Aufgabenstellungen ergaben sich aus den politischen Handlungsfeldern der Arbeitsmarktpolitik, der Sozialpolitik, der Bildungspolitik sowie der Gesundheitspolitik. Sie wurden aber auch individuell mit den Zielvorstellungen und Kompetenzen der Studierenden und AbsolventInnen abgeglichen.

Die Theorie-Veranstaltungen wurden in Seminarform (höchstens 10 Studierende Gruppenstärke) durchgeführt. Dabei wurden Inhalte anhand von Textlektüre und Vorträgen vermittelt und diskutiert. Die Teilnehmenden präsentierten Erlerntes in Referaten, erstellten power point presentations und handouts. In Gruppenarbeit wurden gemeinsam mittels Recherchen neue Themenfelder erschlossen und Strategien ihrer Bearbeitung entwickelt.

Eine Weitere Form der Theorie-Vermittlung war der Workshop. Geplant waren zwei Workshops, wovon der Worksop „Gender Mainstreaming und Diversity“ im Semesterverlauf umgesetzt werden konnte. Der Workshop „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ wurde auf das nächste Semester verschoben.  Vorbereitungen zu diesem Workshop konnten in die Konzipierung eines neu geplanten Projektes einfließen, das FraGes im Jahr 2009 durchführen wird.

Die Workshopform bietet zugleich vielfältige Möglichkeiten der Kompetenzerweiterung. Ziel war es, die Studierenden und AbsolventInnen in die Organisation und Durchführung von solchen Veranstaltungen einzuführen. Veranstaltungsmanagement ist ein wichtiger Schlüsselkompetenzbereich, der die Praxisbefähigung maßgeblich erweitert. Neben der organisatorischen Praxisbefähigung wurden dabei komplexe Themenfelder im konkreten Zusammenhang mit inhaltlichen Schwerpunkten erschlossen und bewältigt. So konnten zwei scheinbar entgegenstehenden Interessen verfolgt zu werden: Zum einen besteht eine fast unüberschaubare Fülle an Material (Publikationen, ReferentInnen, Forschungsinstitutionen, Methoden) zu einem Thema, wie bspw. Gender Mainstreaming. Zum anderen möchte man sich in einem Workshop auf Wesentliches konzentrieren und überhaupt eine Diskussionsgrundlage schaffen, damit fruchtbare Debatten stattfinden können. Den Projekt-Teilnehmenden konnte so die Möglichkeit geboten werden, auf bereits bestehende Netzwerke (des Gleichstellungsreferates und des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig) zurückgreifen zu können. Eine gezielte Betreuung der Workshop-Vorbereitungen sollte dazu betragen, ein übersichtliches und zugleich gewinnbringendes Diskussionsforum zu schaffe

Auch die dritte Vermittlungsform - die gezielte Projektarbeit mit Mentoring – kam zur Anwendung. Anhand spezifischer Praxisfelder, die in Abhängigkeit vom Interesse sowie Kompetenzniveau der Projekt-Teilnehmenden bestimmt werden, wurden Konzepte zur Gender-Sensibilisierung und zur Umsetzung genderspezifischer Förderungen entwickelt. Fachpersonal, das Erfahrungen in den jeweiligen Bereichen hat, hat diesen Entwicklungsprozess betreut und die Umsetzung geleitet. Als besonders geeignetes Praxisfeld bot sich hier das Bildungswesen an. Sowohl in der LehrerInnenausbildung als auch im Schuldienst selbst bestehen erhebliche Defizite im genderpolitischen Sektor.

2. TeilnehmerInnen

Die TeilnehmerInnen sind bzw. waren Studierende und AbsolventInnen der Universität Leipzig vor allem der alten Studiengänge, da in den Bachelor-Studiengängen das Modul 23 „Gender-Kompetenz“ zur Möglichkeit der Ausbildungsgestaltung gehört. 

Die Akquise strebte eine Durchmischung sämtlicher Disziplinen an. Aber in der Kürze der Zeit seit dem faktischen Beginn der Maßnahme im März 2008 – und mit dem Beginn der Kooperation zwischen dem Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig und dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschungen (FraGes, Direktion Frau prof. Dr. Ilse Nagelschmidt) – musste der Schwerpunkt auf den geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich gelegt werden. So sind die TeilnehmerInnen zum größten Teil Studierende der Philologischen Fakultät, der Fakultät für Sozialwissenschaft und Philosophie, der Sportwissenschaftlichen Fakultät, der Fakultät für Geschichte Kunst und Orientwissenschaften. Ein geringer Anteil der TeilnehmerInnen studiert(e) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät oder der Juristenfakultät. Der naturwissenschaftlich-technische Ausbildungsbereich ist stark unterrepräsentiert geblieben, was auf die grundsätzliche Problematik verweist, dass AbsolventInnen in diesen Berufsfeldern bislang bessere Beschäftigungschancen haben, auch wenn sie im Schlüsselkompetenzbereich eher unterqualifiziert sind. Studierende der nicht-naturwissenschaftlich-technischen Praxisbereiche signalisieren eine größere Bereitschaft, ihre Kompetenzfelder durch Zusatzmaßnahmen, die über das Studium hinausgehen, zu erweitern.

Die TeilnehmerInnen haben in vier Gruppen in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, Sozialpolitik, Bildungswesen und Gesundheitswesen theoretische und praktische Kompetenzen erworben. Über Recherchen und Analysen von durchgeführten Projekten in diesen Bereichen konnten genderrelevante Fakten und Erfordernisse eruiert, präsentiert und diskutiert werden, die unsere Lebens- und Arbeitswelt maßgeblich bestimmen.

Insgesamt haben 37 Personen an diesem Projekt teilgenommen.

letzte Änderung: 11.09.2018