Aktuelles

Gender-Kritik-Reihe 2018

Nächster Vortrag:

Netzfeminismus – Zwischen Popkultur und Politik
VERONIKA KRACHER

Datum: Do, 28. Juni 2018, 17.15  Uhr

Ort: Hörsaal 10, Hörsaalgebäude der Universität Leipzig, Campus Augustusplatz

Der Feminismus hat(te) ein Imageproblem. Feministinnen gelten als streng, verbissen und vor allem lust- und freudlos. Der Netzfeminismus kam deshalb gerade recht um dieser Vorstellung entgegenzuwirken. 2007 startete der Vorzeigeblog Mädchenmannschaft um Feminismus wieder zugänglicher und poppiger zu machen. Seine Redakteurinnen erreichten viele Frauen und Männer, die sich sonst nie mit Feminismus abgegeben hätten. 2009 wurden sie dafür sogar für den Grimme Online Award nominiert.
Auch wenn Frauen allen Grund dazu haben bei ungleicher Behandlung, Benachteiligung und Gewalt wütend zu werden, gibt es doch auch tatsächlich Dinge im Leben, die trotz Patriarchat Spaß machen. So versteht sich ein Netzfeminismus, à la Mädchenmannschaft, als popkultureller und spaßiger Einstiegsfeminismus, der sich darauf konzentriert zu betonen, dass man vor ihm keine Angst zu haben braucht.

GEGENWIND AUS ALLEN RICHTUNGEN Das ruft allerdings neue Gegner*innen auf den Plan:
zu naiv, zu stumpf, zu kindisch und vor allem inhaltslos sei er geworden, der neue Popfeminismus.
Da wundert es auch nicht, dass seine Protagonistinnen gerne mit Kindern verglichen werden: „Netzfeminismus? Das reinste Kleinmädchengezenk!“ so titelt beispielsweise Birgit Kelle am 25.01.2017 ihren Artikel in der Welt. Aber auch feministische Urgesteine, wie die Zeitschrift Emma, lassen kein gutes Haar an den Internet-Aktivistinnen. Doch woher kommt die vehemente Abgrenzung auch innerhalb vermeintlicher Allianzen?
Ein Teil des feuilletonistischen Shitstorms lässt sich aus der Kränkung heraus erklären, dass jetzt „jedes dahergelaufene Mädchen“ journalistisch tätig sein kann. Do It Yourself, kurz DIY ist das Motto der Netzfeministinnen. Egal welches Medium sie nutzen, ob Blog, tumblr oder twitter, es ist ihnen gemein, dass „[s]ie […] die versprochene Gleichberechtigung gnadenlos ein[fordern] und – profan gesprochen – […] einfach [tun], was sie wollen. Und das eben öffentlich, nachvollziehbar, textualisiert. Ein Pulverfass, das neuerdings auch die Feuilletons beschäftigt“ (https://jungle.world/artikel/2015/24/shitstorm-politics Zugriff: 23.02.2018).

Darauffolgend:

WORKSHOP

„Im Widerspiel des Unmöglichen mit dem Möglichen“ – Zum Begriff der Freiheit in feministischen Debatten
CONSTANZE STUTZ UND ANNIKA SOMINKA

Datum: Sa, 30. Juni 2018, 11 - 15.30 Uhr

Ort: Feministische Bibliothek MONAliesA

Mit dem Satz “Die Frau ist frei geboren“ beginnt Olympe de Gouges den ersten Artikel ihrer Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin zur Zeit der französischen Revolution, vier Jahre später stirbt sie auf der Guillotine. „Dem Reich der Freiheit werb‘ ich Bürgerinnen“ war das Motto, das Louise Otto ihrer Frauenzeitung im Zuge der Märzrevolution vorangestellt hatte und Simone de Beauvoir erklärte in Das andere Geschlecht: „Die freie Frau wird eben erst geboren“. Die Freiheit, über den eigenen Körper selbst zu verfügen, war einer der prägnantesten Forderungen der Zweiten Frauenbewegung und die Beantwortung der Frage, wie weibliche Freiheit entsteht, zentrales Motiv der Arbeiten rund um den Mailänder Frauenbuchladen der 1970er und -80er Jahre und ihrem gleichnamigen 1987 veröffentlichten Standardwerk Wie weibliche Freiheit entsteht.
Freiheit – einer der schillerndsten Begriffe feministische Theorie und Praxis begleitet die Geschichte feministischer und emanzipatorischer Bewegungen seit ihren Anfängen. Aktuell scheint er jedoch Konkurrenz bekommen zu haben: Gleichheit und Anerkennung, die Abwesenheit von Diskriminierung werden gefordert. „Lasst uns Freiheit nicht verwechseln mit Wahlmöglichkeit: der Möglichkeit ja oder nein zu sagen zu Dingen, die bereits von anderen vorgegeben und für gut befunden wurden.“ mahnt Luisa Muraro an und wir möchten ihr zustimmen und fragen:
Erschöpft sich heute die Idee der Freiheit in lediglich individuell zu verhandelnden Wahlmöglichkeiten und einer gelungen Integration der Einzelnen in die bestehenden Verhältnisse? Was ist aus der großen Erzählung geworden, die eine Praxis radikaler Gesellschaftskritik und die universelle Hoffnung auf eine emanzipierte Zukunft für alle miteinschließt? Was steht heute am Ende feministischer Kämpfe und Auseinandersetzungen? Was ist das utopische Ziel, der Horizont der Texte und Auseinandersetzungen? Und gibt es sie, die gemeinsame „Sehnsucht nach dem ganz Anderen“ (Seyla Benahbib)? Wir möchten dem ortlosen „Wiederspiel des Möglichen mit dem Unmöglichen“ in vergangenen Texten, Kämpfen und Auseinandersetzungen bis ins Heute mit Euch nachgehen und den schillernden Begriff der Freiheit wieder ins Zentrum feministischen Handelns aufnehmen.
Hierfür werden wir im Vorfeld Texte auswählen, die wir dann gemeinsam besprechen und diskutieren wollen.

Die Anmeldung für den Workshop erfolgt per E-Mail über: frages(at)uni-leipzig.de.

 

Anschließend:

Erfahrung und Kritik. Zur Entstehung feministischen Bewusstseins
KATHARINA LUX (UNIVERSITÄT INNSBRUCK)

Datum: Mo, 16. Juli 2018, 18 - 20 Uhr

Ort: Hörsaal 4, Hörsaalgebäude der Universität Leipzig, Campus Augustusplatz

Der Bezug auf Betroffenheit scheint heute eine unhintergehbare Grundlage feministischer Theorie und Praxis zu sein. Diese Position hat ihre Vorgeschichte in der Frauenbewegung der 1970er Jahre. Denn was feministisches Wissen bedeuten und wie seine Produktion und -vermittlung aussehen sollte wurde in der autonomen Frauenbewegung der 1970er sehr unterschiedlich bestimmt. Prominent ist das Beispiel der Selbsterfahrungsgruppen, die in einem kollektiven Prozess der Selbstbefragung von den individuellen Alltagserfahrungen der Frauen ausgingen, die verallgemeinert und theoretisiert werden sollten. Dieser Praxis der Bewusstseinsbildung lag der Gedanke einer Identität Frau zugrunde, die in gemeinsam geteilten Erfahrungen zu gründen schien. In Abgrenzung dazu bestimmten andere Gruppen feministisches Bewusstsein als Kritik der Gesellschaft, der Kunst, der Wissenschaft und Philosophie auf Grundlage eines geteilten politischen Interesses.
Der Vortrag diskutiert anhand von Beispielen aus der autonomen Frauenbewegung die Potentiale und Begrenztheiten sowie die Aktualität dieser unterschiedlichen Formen feministischer Bewusstseinsbildung.

Mehr zur Veranstaltungsreihe finden Sie auch auf Facebook und unter Bildungsveranstaltungen

GASTVORTRAG und FILMVORFÜHRUNG

+++Veranstaltungsankündigung+++

Gastvortrag und Filmvorführung im Rahmen des Projekts "Coding Gender in Romance Cultures" des Instituts für Romanistik:

Colonialism and a Victorian Novel re-imaged in an early horror film: I walked with a Zombie

Referentin: Teresa de Lauretis (University of California, Santa Cruz)

Datum: 11.06.2018
Wann: 17.00 - 21.00 Uhr
Ort: Campus Augustusplatz, Hörsaal 16

Weitere Informationen finden Sie hier.

Aktuelle Lehrveranstaltung

Gender, Kultur und Nationalidentität in Katalonien am Schnittpunkt von Imagologie und Translatologie

In diesem Sommersemester bietet Guigliano Marcello eine spanennde Veranstaltung zum Thema Geschlecht, Nationalität und Kultur an. Studierende können noch einsteigen. 

Mittwoch, 17:15–19:30 Uhr, GWZ Beethovenstraße, H5 5.16
vom 18. April bis 20. Juni 2018


Der Kurs zielt darauf ab, die Begriffe Gender, Kultur und Nationalidentität aus einer imagologischen und translatologischen Perspektive zu beschreiben und kritisch zu analysieren. Der imagologische Ansatz ermöglicht die Definition und Analyse der Bilder Gender, Kultur und Nationalidentität; der translatologische führt eine kontrastive Dimension ein, die den ideologischen Diskurs hinter der Konstruktion des Bildes und seine potentielle Manipulation während des Übersetzungsprozesses veranschaulicht.Zuerst wird der Fachbegriff Bild (Selbstbild und Heterobild) innerhalb der Imagologie, seine Eigenschaften und die Dynamik, die zu seiner Verbreitung innerhalb einer bestimmten Kultur beiträgt, eingeführt. Genderbilder, Kulturbilder und Bilder einer Nationalidentität werden anhand von Beispielen aus der katalanischen Kultur und ihrem Kontakt mit der deutschen Kultur beschrieben. Der translatologische Ansatz trägt dazu bei, die Schaffung eines kulturellen Bildes, seine Verbreitung in der deutschen Kultur und die Schnittpunkte zwischen der katalanischen und deutschen Kultur zu klären. Während des Kurses werden Texte verschiedener Genres präsentiert und analysiert (Journalismus, Literatur, Film, Comics etc.). Schließlich sind die Studierenden während des Kurses dazu aufgefordert, an der Entwicklung eines Analyse- oder Übersetzungsprojekts teilnehmen. Das Projekt besteht aus einer kooperativen Arbeit, die zur Beschreibung der textuellen Strategien für die Darstellung von Bildern der katalanischen kulturellen Identität in unterschiedlichen Textsorten führen soll.

Bei Interesse bitte Mail an marcellogiugliano(at)gmail.com

Fachtagung Behinderung und Männlichkeit(en)

Die Technische Universität Dortmund veranstaltet am 13. April 2018 eine Fachtagung zum Thema Behinderung und Männlichkeiten. Das Themenfeld soll von verschiedenen Perspektiven beleuchtet und bezüglich seiner potenzielle Rolle in der kritischen Geschlechterforschung reflektiert werden.

13.04.2018
10.30 Uhr – 16 Uhr
TU Dortmund

felix.goedeke(at)tu-dortmund.de

Ringvorlesung Genderkompetenzen

Ausfall Vorlesung "Luther und die Frauen" am 18.01.

Aufgrund von Krankheit muss die Vorlesung im SQ-Modul Genderkompetenzen von Prof.Dr. Ilse Nagelschmidt am 18.01.2018 ausfallen.

25 Jahre Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. und Präsentation des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

25 Jahre Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. und Präsentation des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

Festveranstaltung am Freitag, den 02.02.2017, ab 16:30 Uhr im Haus des Buches Leipzig

Zur Festveranstaltung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. werden am Freitag, den 2. Februar 2018, erste Ergebnisse der Arbeit des Vereins für das Digitale Deutsche Frauenarchiv DDF, das als Fachportal zur Frauenbewegungsgeschichte Mitte September 2018 online gehen wird, vorgestellt.

Musikalische Umrahmung: Frauenchor Canta Animata
Anschließend Sektempfang im „Literaturcafè“.

Rückmeldung erbeten:
E-Mail: info@lopleipzig.de      
Telefon: 0341 58151522
Programm unter www.louiseottopeters-gesellschaft.de

Publikationen der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. Leipzig

Publikationen der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. Leipzig

Zwei Publikationen mit den Beiträgen der Louise-Otto-Peters-Tage 2014 und 2016, erschienen 2015 und 2017 im Sax Verlag Markkleeberg:

LOUISEum 37  - Die Rechte der Frauen 1791–1866–2016

Sandra Berndt, Gerlinde Kämmerer (Hg.)

Berichte vom 23. Louise-Otto-Peters-Tag 2016

Inhaltsverzeichnis


LOUISEum 36  - Louise Otto-Peters und ihre literarischen Netzwerke

Gerlinde Kämmerer, Sandra Berndt (Hg.)

Berichte vom 22. Louise-Otto-Peters-Tag 2014

Inhaltsverzeichnis

Beziehbar über die  Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V: info@lopleipzig.de

Vorstellung des Christa Wolf-Archivs

Dies Academicus 2017

Sabine Wolf, Leiterin des Literaturarchivs der Akademie der Künste Berlin:

Vorstellung des Christa Wolf-Archivs

Sabine Wolf, Leiterin des Literaturarchivs und stellvertretende Direktorin der Akademie der Künste Berlin wird in Ihrem Gastvortrag an der Universität Leipzig das Christa-Wolf-Archiv vorstellen. Sie wird den Werdegang des Archivs, dessen Umfang als auch dessen Ordnungsprinzipien vorstellen und Einblicke in die Möglichkeiten der Archivarbeit vor Ort geben.

Datum: 4.12.2017
14.00 - 15.30 Uhr
Ort: GWZ 4.415
Geisteswissenschaftliches Zentrum, Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig

Tagungsprogramm "Migration und Männlichkeit(en)" online

Ab sofort finden Sie das Tagungsprogramm zur Tagung "Migration und Männlichkeit(en)" auf unserer Homepage:

Migration und Männlichkeit(en) – Aktuelle Debatten der Kritischen Intersektionalen Männlichkeitsforschung

Zum Tagungsprogramm gelangen Sie hier

18.11.2017, 10 - 18 Uhr
Bibliotheca Albertina, Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig

Der Eintritt ist frei und die Tagung bedarf keiner Anmeldung.

Weitere Informationen

Vortragsreihe zu Gender und Strafrecht des Forums Legal Gender Studies an der MLU Halle

//Veranstaltungshinweis// Vortragsreihe des Forum Legal Gender Studies der MLU Halle :

Gender und Strafrecht  - Wintersemester 2017/2018

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg // 18:15 Uhr
Medienraum Melanchtonianum (Universitätsplatz 9)

In diesem Semester wollen wir den Fokus auf Gender- und Antidiskriminierungsaspekte im Strafrecht legen und aktuelle Probleme im nationalen und internationalen Recht aus einer interdisziplinären Perspektive erörtern. Geschlechtsspezifische Straftaten und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden lange Zeit sowohl im
nationalen als auch im internationalen Recht toleriert oder strafrechtlich nicht umfassend aufgearbeitet. Mittlerweile sind aber deutliche Fortschritte erkennbar. Trotzdem wollen wir auf bestehende Konfliktlagen hinweisen und über Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren: Welche rechtliche Handhabe gibt es gegen Hate Speech? Ist die Reform des Sexualstrafrechts reine „Moralpolitik“? Und welche Rolle nimmt das internationale Recht bei der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Straftaten ein?


26.10.2017 Hate Speech – Problemlagen und rechtliche Handhabe, Selma Gather, Rechtsreferendarin in Berlin

14.11.2017 Sodomie. Von der Natur des Unnatürlichen, Dr. Kristin Kliemannel, Rechtsreferendarin in Leipzig

28.11.2017 Ist die Reform des Sexualstrafrechts „Moralpolitik“?, Dr. Anja Schmidt, MLU

12.12.2017 Die Bekämpfung von Menschenhandel und Zwangsprostitution im "Zuhälterparadies", Prof. Dr. Joachim Renzikowski, MLU

09.01.2018 Die Verfolgung von LGBTIQ* als Verbrechen im Völkerstrafrecht, Katrin Kappler, MLU

Weitere Informationen und Materialien
// StudIP - Gruppe: Forum Legal Gender Studies
// www.facebook.com/ForumLegalGenderStudies
// www.jura.uni-halle.de/einrichtungen/legalgenderstudies

„Frauen und Reformation – eine Erfolgsgeschichte?“

„Frauen und Reformation – eine Erfolgsgeschichte?“ im Rahmen des 21. Leipziger Literarischen  Herbstes

Lesung und Podiumsdiskussion

Montag, 30.10.2017, 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Vortragssaal Bibliotheca Albertina Leipzig

Mit: Sonja Domröse,  Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt (Institut für Germanistik, Direktorin des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig), Prof. Dr. Peter Zimmerling (Universität Leipzig, Institut für Praktische Theologie)

Deutschland feiert 500 Jahre Reformation und ihre männlichen Protagonisten.
Viel zu oft wird vergessen, dass auch Frauen am Reformationsgeschehen beteiligt waren.  Ob sie als Adelige ihren Einfluss geltend machten oder als Angehörige des Bürgertums selbst Schriften zum reformatorischen Gedanken verfassten -  stets sahen sie ihr Ziel darin, sich für die reformatorischen Ideen einzusetzen und sie zu verbreiten.

Zum Auftakt stellt die Pastorin, Kommunikationsmanagerin und Autorin Sonja Domröse ihr Buch „Frauen der Reformationszeit  - Gelehrt, mutig und glaubensfest“ vor.

In der anschließenden Diskussion widmen sich die GesprächspartnerInnen u.a. den Fragen:
- Welche Beziehungen bestehen zwischen dem Frauenbild Luthers  und der heutigen Sicht auf Frauen?
- Was wurde durch die Reformation für die Frauen in Kirche und Gesellschaft erreicht?
  Inwieweit wurde mit der Auflösung der Klöster den Frauen eine Basis intensiver Bildung und Selbstverwirklichung entzogen? Können wir von der Reformation somit lediglich nur von einem 'Fortschritt'  für die Frauen reden?
- Wie sind die Auswirkungen und Entwicklungen bzgl. der Reformation heute im Kirchenbereich, im kirchlichen Umfeld, in der Gemeindearbeit u.ä. sichtbar?
- Welche Zusammenhänge bestehen zwischen den Errungenschaften der Reformation und denen der späteren Frauenbewegungen?

Moderation: Dr. Sandra Berndt (Lehrbeauftragte am Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig, Vorsitzende der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. und des FraGes-Verein Leipzig e. V.)

Eintritt: frei

Ankündigungen der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC)

7. Landesweiter Tag der Genderforschung Sachsen-Anhalt am 9. November 2017

an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Das aktuelle Programm finden Sie hier

Call for Posters (bundesweit geöffnet)
Neben den Vorträgen von Nachwuchswissenschaftler*innen soll während
der Tagung weiterhin die Möglichkeit gegeben werden, aktuelle
wissenschaftliche Arbeiten und laufende Projekte mit Bezug zur
Genderforschung in Form eines Posters vorzustellen und mit den
weiteren Teilnehmer*innen der Konferenz zu diskutieren.

Interessierte Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich mit der
Vorstellung von Projekten/Forschungsthemen an der Tagung beteiligen
möchten, bitten wir um Zusendung von Postervorschlägen (mind. im
Format A3 und als pdf-Datei)
bis zum 31. Oktober 2017 an folgende Adresse:
info@kgc-sachsen-anhalt.de

Save the Date & Call for Exposés:
Interdisziplinäre Nachwuchstagung „Wie forsche ich in meinem Fach
mit Geschlechterperspektive?“ am 10. November 2017

an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Mit der Nachwuchstagung sollen junge Wissenschaftler*innen motiviert
werden, in ihrer Disziplin genderwissenschaftlich zu forschen und
sie sollen gezielt in der Anfangsphase einer Forschungsarbeit
(Masterarbeit und/oder Promotion) dabei unterstützt werden.

Informationen zur Tagung und den angebotenen Arbeitsgruppen finden
Sie hier

Eine Kooperationsveranstaltung der Koordinierungsstelle
Genderforschung und Chancengleichheit Sachsen-Anhalt, den Büros für
Gleichstellungsfragen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit Unterstützung
des Zentrums für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung (ZSM)

Tagung zur Kritischen Intersektionalen Männlichkeitsforschung

Migration und Männlichkeit(en) – Aktuelle Debatten der Kritischen Intersektionalen Männlichkeitsforschung

Tagung

18.11.2017, 10 - 18 Uhr
Bibliotheca Albertina, Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig

**********
Die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Europa werden derzeit spürbar von Diskursen über Geflüchtete, Migrant_innen, Zuwanderung und Multikulturalität bestimmt. Migrationsphänomene konstituieren dabei die soziale, kulturelle und politische „Wirklichkeit“ Europas und diese „Wirklichkeiten“ bedingen wiederum die Verhandlung und (Re)Konstruktion von Geschlechterverhältnissen.
Für die Kritische Männlichkeits- und Migrationsforschung bedeutet dies, sich mit neuen Phänomenen der Konstituierung und Subjektivierung von Männlichkeit(en) auseinanderzusetzen.
Insbesondere Bilder des „Fremden“ und „Anderen“ bestimmen Debatten um Männlichkeit(en) im Kontext von Migrationsphänomenen, weshalb es notwendig erscheint, Diskurse über „kulturelle Differenz“, Männlichkeiten und Ungleichheit theoretisch aufzugreifen und die spezifische intersektionale Produktion „migrantischer“ Männlichkeit in den Blick zu nehmen.
Die Tagung möchte intersektionale Forschungsperspektiven auf Männlichkeit(en) eröffnen und im Kontext des Bezugs zur Migrationsgesellschaft in theoretischen als auch empirischen Annäherungen  der Frage nach der Konstruktion und Marginalisierung von Männlichkeit(en) nachgehen.
Zudem soll ein Bezug zur Praxis von Initiativen und Selbstorganisationen hergestellt werden, um Einblicke in ermächtigende Handlungsperspektiven im Umgang mit interdependenten Diskriminierungspraxen zu geben.

In Kürze finden Sie an dieser Stelle nähere Informationen zur Tagung und ein detailliertes Tagungsprogramm.

Der Eintritt ist frei und die Tagung bedarf keiner Anmeldung.

Kontakt für Konferenzorganisation und Rückfragen:

Lisa König: frages@uni-leipzig.de

facebook: https://www.facebook.com/events/253078845214969

Vergangene Veranstaltungen und Ankündigungen

Fair Porn - Podiumsdiskussion an der HU Berlin

Fair Porn - Podiumsdiskussion
In Kooperation mit Dr. iur. Anja Schmidt (FraGes Uni Leipzig)

23. Oktober 2017, 19 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, Senatssaal

Pornografie ist von absolut verbotenen Pornografien über Mainstream Porn bis hin zu Fair Porn vielfältig und seit den 1990er Jahren verstärkt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen geworden. Beispielsweise analysieren Gender Studies Pornografie sowohl als Mittel der Unterdrückung oder Behinderung nicht heteronormativer und selbstbestimmter Sexualitäten als auch als Mittel der Förderung vielfältiger und selbstbestimmter Sexualitäten.
Rechtswissenschaften untersuchen, ob Pornografie eine Verletzung der Rechte von marginalisierten Personengruppen darstellt oder sogar Ausdruck des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung sein kann. Für Pornografie oder sexuell explizite Darstellungen als Mittel der Förderung sexueller Selbstbestimmung und Vielfalt stehen dabei Begriffe wie Fair Porn oder sexpositive Pornografie.

Im Podiumsgespräch soll die Grenzlinie zwischen Mainstreampornografie und fairer /sexpositiver Pornografie insbesondere anhand der Absicherung von Konsensualität bei der Produktion von Pornografie und der Darstellung von Konsensualität in Pornografie sowie die Darstellung sexueller Vielfalt ausgelotet werden. Da sich die theoretische Analyse hier nicht von der Praxis des Herstellens von Pornografie trennen lässt, sollen theoretische und praktische Perspektiven einbezogen werden.   

Zum Gespräch beitragen werden
aus filmwissenschaftlicher Perspektive  Prof. Ula Stöckl (University of Central Florida UcF),
aus der Perspektive der Rechtswissenschaft und der Gender Studies Dr. iur. Anja Schmidt (FraGes Universität Leipzig/Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
sowie aus praktischer Perspektive Chanelle Gallant (Initiatorin des Feminist Porn Award Toronto),
Miss Naughty (Erotik-Filmemacherin aus Australien) und der genderqueere Performer und Darsteller Bishop Black.

Die Moderation übernimmt Dr. Laura Méritt, die sich als Kommunikationswissenschaftlerin und als sexpositive Aktivistin mit Pornografie auseinandersetzt.

Veranstaltet von
Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG)
Humboldt-Universität zu Berlin
in Kooperation mit
Anja Schmidt, Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig/Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kontakt
Anja Schmidt (anja.schmidt@jura.uni-halle.de)

Weitere Informationen

24. Louise-Otto-Peters-Tag: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Glaubens- und Geschlechterfragen

24. Louise-Otto-Peters-Tag:  „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Glaubens- und Geschlechterfragen

Samstag, 21.10.2017
ab 9:15 Uhr im Vortragssaal der Universitätsbibliothek Leipzig

Anlässlich des 500. Jubiläumsjahres der Reformation fragt die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft auf dem 24. Louise-Otto-Peters-Tag nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten vielfältiger Formen des Glaubens und der Religiosität im Zusammenhang mit der Kategorie Geschlecht.

Mit Beiträgen von Prof. Dr. Susanne Schötz (Dresden), Prof. Dr. Kurt Mühler (Leipzig), Dr. Marion Freund (Bonn) und Simone Ruoffner (Potsdam).
Ab 14:45 Uhr Stadterkundung mit Dr. Sandra Berndt und Gerlinde Kämmerer (Leipzig).

Am Vorabend, Freitag, 20.10.2017, findet zur Einstimmung eine Abendunterhaltung Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit Der VHS statt. Um 19:00 Uhr beginnt in der Aula der Volkshochschule die szenische Aufführung Martin Luther. Dein Herzliebchen. Theater und Musik aus dem Hause Luther: Große Geschichte und turbulenter Alltag - erzählt anhand von Luthers Briefen ... Mit Maja Chrenko als Katharina von Bora und Albrecht Wagner, Musik, als Hausdiener Wolf Sieberger.

Wir laden herzlich zu beiden Veranstaltungen ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme. Weitere Infomationen finden Sie hier (Call for Papers) und  hier (Programm).

Workshop im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an der Uni Leipzig

Einführung in den Black Feminism - Workshop mit Jenifa Simon und Lindiwe Breuer

Datum: Dienstag, 17.10.2017: 10 - 15 Uhr

Ort: S 015, Seminargebäude Campus Augustusplatz

Ankündigungstext:

Dass Feminismus notwendig und gut ist, darüber sind wir uns einig. Von Intersektionalität hingegen haben viele noch nicht gehört. Kurz gesagt beschreibt dieser Begriff die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen. Diese Theorie im Hinterkopf möchten wir zu Beginn des Workshops kurz darüber sprechen, warum die Geschichte des Feminismus trotz angestrebter Befreiung und Emanzipation nicht die Geschichte aller ist. Im Anschluss möchten wir gemeinsam mit euch kürzere Texte lesen sowie Interviews und Filmausschnitte schauen. Hierüber möchten wir uns mit euch austauschen. Thema der gemeinsamen Arbeit sollen vor allem Bilder und Repräsentationen Schwarzer Frauen in den Medien sein. Zusammen sollen außerdem Begriffe und Konzepte wie Intersektionalität, Empowerment, postcolonial studies etc. geklärt werden.

Max. Teilnehmer*innen-Zahl: 10

Bitte meldet euch zu dem Workshop vorher an unter: frages(at)uni-leipzig.de

Veranstaltungen zum Semesterbeginn

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt - Eine Einführung
//Vortrag und Diskussion//

Freitag, 6. Oktober, 11 - 13 Uhr, Seminarraum 127 SG

Der Vortrag führt zunächst inhaltlich in das Konzept der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt ein, um anschließend einen praktischen Einblick in das Themenfeld im Kontext der Universität zu geben. Dabei sollen verschiedene Akteur*innen, die Antidiskriminierungsarbeit an der Universität leisten, vorgestellt werden. Zudem soll Raum für gemeinsamen Austausch und Vernetzung geschaffen werden.

Veranstalter*innen: Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung und die
Forschungs- und Netzwerkstelle "Vielfalt lehren!" des Instituts für Bildungswissenschaften der Universiät Leipzig gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüro der Uni Leipig und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen

Veranstaltung auf facebook:

https://www.facebook.com/events/1746836558954833

Neue Räumlichkeiten des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung

Das Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung ist am 25. Juli 2017 in die Strohsackpassage gezogen.

Unsere neue Adresse lautet:

Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung:
Nikolaistraße 6-10, 3. Etage, Raum 3.35
04109 Leipzig

Telefon: 0341/ 97 37 774

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt "Forschung und Praxis_Intersektional" zum 15. August 2017 (9h/Woche)

Für die Umsetzung eines Lehrprojekts im Rahmen der LaborUniversität mit dem Titel „Forschung und Praxis_Intersektional“ ist am Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung zum 15.08.2017 eine Stelle als Wissenschaftliche Hilfskraft zu besetzen.

Die Stellenausschreibung finden Sie hier als PDF

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:
http://www.stil.uni-leipzig.de/7-projektkohorte-der-laboruniversitaet

Die Bewerbungsfrist endet am 28.06.2017

Die Wiederkehr des Verdrängten - Zu den Verschränkungen von Geschlecht und Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus

Veranstaltungsreihe Gender-Kritik 2017

Das Zentrum für Frauen-und Geschlechterforschung lädt im Sommersemester zu einer Vortrags- und Diskussionsreihe über die Verschränkungen des Geschlechterverhältnisses mit Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus ein.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie hier: Gender-Kritik-Reihe 2017

11.05. Sonja Witte
Im Spiegel der Unschuld: Sexualmoral im Postnazismus - Von "Kinderschändern", "Unzucht", "kindlicher Reinheit" und anderen Symptomen

09.06. Alice Blum
Und alle eint der Antifeminismus - Geschlechterpolitik als politisches Kampffeld der Rechten

24.06. Workshop mit Jenifa Simon
Schwarzer Feminismus in Deutschland – «Black Feminism is not white feminism in Black face» (Audre Lorde) - Workshop mit Jenifa Simon

22.06. Constanze Stutz
Über Antisemitismus, Israel und darüber, warum das Private noch immer politisch ist

29.06. Gabriele Dietze
Ethnosexismus. Verflechtungen von Sexismus und Rassismus in der Migrationsabwehr

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Gender in Transition? Nachwuchskonfe­renz der GenderConcept­Group 2017

TU Dresden: 30. & 31. Mai 2017

Geschlechterverhältnisse sind gesellschaftlichen Transformationsprozessen unterworfen. Das zeigt sich einerseits daran, dass die Anerkennung und Sichtbarkeit von Lebensmodellen jenseits heteronormativer Praxen voranschreitet. Auf der strukturellen Eben finden diese – wenngleich begrenzt – Anerkennung durch spezifische Rechte (Transidentitäten, Vielfalt von Männlichkeiten, intersektionale Perspektiven, soziale Kämpfe um Anerkennung und Rechtsgleichheit, Veränderungen hinsichtlich geschlechtsspezifischer Erwerbsarbeitssegregationen) ihren Ausdruck. Im Bereich der subjektiven Erfahrung und der individuellen Lebenspraxis lassen sich zudem zunehmend Auflösungsprozesse verfestigter sozialer vergeschlechtlichter Rollenzuweisungen und deren massenmediale Sichtbarkeit ähnliche Prozesse vermuten.

Andererseits offenbart sich im Feld der aktuellen politischen Debatten sowie aus einer sozialhistorischen Perspektive eine erhebliche Persistenz des heteronormativ auf binäre Logiken setzenden Geschlechterverhältnisses. Dies äußert sich in Verschiebungen des Machtgefälles in Bezug auf Familienarbeit, welche beispielsweise in zunehmenden prekär organisierten Care-Arbeitsmärkten mündet. Auch lässt sich in bestimmten gesellschaftlichen Segmenten ein Zustand der Beharrung auf (die) tradierte Geschlechterordnung(en) erkennen (Persistenz in der Vergeschlechtlichung spezifischer Professionen, Sexualisierung bzw. Entsexualisierung bestimmter Körper und Körperpolitiken).

Die Nachwuchstagung dient dazu, dieses Spannungsfeld von Diversität und Persistenz bzw. Wandel und Beharrung auf der Basis der Forschungsbeiträge der Nachwuchswissenschaftler_innen der TU Dresden und den eingeladenen Gästen auszuloten und zu diskutieren.

Zur Webseite

Ringvorlesung "Gender*Wissen als Dimension des Pädagogischen" an der Martin-Luther-Universität in Halle

Die Ringvorlesung "Gender*Wissen als Dimension des Pädagogischen" wird im Sommersemester 2017 an der Martin-Luther-Universität in Halle stattfinden.

Die Themen der Vorlesung finden sie hier:   Ringvorlesung Gender*Wissen

24. Louise-Otto-Peters-Tag - Call for papers

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ - Glaubens- und Geschlechterfragen

Für den 24. Louise-Otto-Peters-Tag am 21.Oktober 2017 in der Universitätsbibliothek Leipzig ruft die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. Forschende und Wissenschaftler/innen auf, Abstracts zum diesjährigen Themenschwerpunkt "Glaubens- und Geschlechterfragen" einzureichen.

Die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. führt seit 1993 jährlich den Louise-Otto-Peters-Tag durch, dessen Spezifikum es ist, ausgehend von einem für das Leben und Wirken von Louise Otto-Peters relevanten Thema den Blick zu schärfen für die Gegenwart hin zu der Frage: Wo stehen wir heute?
Bis in die 1990er Jahre hinein war die Kategorie Geschlecht ein wenig bearbeitetes Feld in den Religionswissenschaften sowie in der Frauen- und Geschlechterforschung. Auch innerhalb der Louise-Otto-Peters-Forschung wurde die Bedeutung der Religion für Louise Otto-Peters bisher noch nicht explizit erforscht. Dabei legen Untersuchungen offen, dass ausgehend von der freireligiösen Bewegung bereits vor der Revolution 1848/49 erste Frauenvereine als Grundpfeiler der frühen deutschen Frauenbewegung entstanden. Anerkannte Wohltätigkeitsvereine boten in der Folge Raum für religiös motivierte weibliche Selbstbetätigung im Bildungs- und Sozialbereich.
An das Christentum als Religion band auch Louise Otto-Peters ihre Emanzipationsvorstellungen. Als praktizierende Christin evangelisch-lutherischer Konfession setzte sie sich mit der Rolle von Frauen in Religion und Kirche auseinander und reflektierte die Reformation sowie die Bedeutung Martin Luthers. Ihr wertschätzender und kooperativer Umgang mit Vertreter/innen anderer Konfessionen und Glaubensrichtungen spiegelt sich in Beziehungen mit Henriette Goldschmidt von der jüdischen Gemeinde, Lotte und Dr. Käthe Windscheid von der reformierten Kirche sowie mit Frauen und Männern aus freikirchlichen und deutschkatholischen christlichen Gemeinden.
Das 500. Jubiläumsjahr der Reformation zum Anlass nehmend möchten wir nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten vielfältiger Formen des Glaubens und der Religiosität fragen sowie aktuellen Glaubens- und Geschlechterfragen nachgehen.
Die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. ruft Forschende und Wissenschaftler/innen auf, den Gegenstand über die engere geschichtswissenschaftliche Betrachtung hinaus fachübergreifend in andere Disziplinen zu öffnen.
Ideen und/oder Abstracts für Vorträge und Thesenbeiträge richten Sie bitte bis 15. Juni 2017 an die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V., Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig, info@lopleipzig.de. Telefonische Rückfragen sind unter 0341 – 581 515 22 möglich.

Stellenausschreibung: Wissenschaftlich*er Mitarbeiter*in im Verbundprojekt "Vielfalt lehren!" zum 1. März 2017

Das Verbundprojekt

„Vielfalt Lehren! Entwicklung innovativer Lehrangebote zur Sensibilisierung und Qualifizierung von Lehrenden im Lehramtsstudium der Universität Leipzig / Erziehungswissenschaftliche Fakultät im Kontext einer diskriminierungskritischen Pädagogik“

wird in Kooperation mit dem Modellprojekt „Akzeptanz für Vielfalt - gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit“ der Akademie Waldschlösschen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, der Professur für Schulentwicklung am Institut für Bildungswissenschaften der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät und dem Zentrum für Frauen und Geschlechterforschung an der Universität Leipzig realisiert.

http://www.zv.uni-leipzig.de/universitaet/stellen-und-ausbildung/stellenausschreibungen/wissenschaftliches-personal.html#c181000

Die Stellenausschreibung als PDF

Tagung: Das Prostituiertenschutzgesetz: Implementierung – Problematisierung – Sensibilisierung

Universität Leipzig: 09. & 10. Februar 2017

Veranstalter: Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig in Kooperation mit Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

Mit der wissenschaftlichen Tagung soll das 2016 reformierte Prostitutionsgesetz, das seither unter dem verheißungsvollen Namen Prostituiertenschutzgesetz gehandelt wird, einer kritischen Analyse unterzogen, die Implementierungsstrategien herausgearbeitet und die Umsetzungsmöglichkeiten und -probleme der Länder und Kommunen besprochen werden.

Wir freuen uns auf spannende Vorträge aus Wissenschaft und Praxis sowie im Zuge eines internationalen Vergleichs auch Inputs von Wissenschaftlerinnen aus Österreich, Neuseeland und Schweden. Des Weiteren freuen wir uns auf Erfahrungen aus der Praxis vom Berufsverbandes für erotische und sexuelle Dienstleistungen, Terre des Femmes, dem Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. (KOK),dem  Gesundheitsamt Dresden sowie des Doña Carmen e.V.

Weitere Tagungsinformationen gibt es hier.

Kollegiale Beratung: Unterstützung geflüchteter Frauen*

Das Seminar dient dem Austausch über Aspekte und Fragen, die speziell bei der Arbeit mit geflüchteten Frauen* auftauchen.

Bei der Methode der Kollegialen Beratung geht es nicht darum, „den richtigen Weg“ oder „die richtige Methode“ zu finden. Vielmehr stehen unterschiedliche Wahrnehmungen und Hypothesen nebeneinander. Im Mittelpunkt steht ein lebendiger Austausch aller Beteiligten, um die Perspektive der Ratsuchenden so zu erweitern, dass neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten entstehen können. Auf diese Weise ist es möglich Lösungsmöglichkeiten für individuelle Anliegen und Fragen zu entwickeln.

Dabei wird anhand von Fallbeispielen gearbeitet, die die Teilnehmenden selbst mit einbringen.

Datum: Mittwoch, den 08. Februar 2017
Zeit: 9.30 – 13.00 Uhr
Ort: FrauenBildungsHaus Dresden e.V., Oskarstraße 1, 01219 Dresden

Bitte geben Sie uns bis zum 23. Januar 2017 eine Rückmeldung, ob Sie an der Kollegialen Beratung teilnehmen und ob Sie selbst ein eigenes Anliegen einbringen möchten. Im Rahmen der eingeplanten Zeit können etwa 3 - 4 Teilnehmende eigene Fallbeispiele einbringen.

Für die Teilnahme berechnen wir pro Person einen Beitrag von 5 € für ehrenamtliche Teilnehmer*innen und 20 € für Hauptamtliche. Am Geld sollte es jedoch nicht scheitern, daher sprechen Sie uns gern an und wir finden eine Lösung.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung. Bitte benutzen Sie das angehängte Anmeldeformular.

Für die bevorstehenden Feiertage wünschen wir Ihnen angenehme Erholung und einen guten Start ins Neue Jahr 2017.

Viele Grüße,
Sinah Hegerfeld und Astrid Tautz

Weitere Informationen zu unseren aktuellen Bildungsangeboten und Veranstaltungen sowie eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf unserer Homepage: http://www.frauenbildung-sachsen.de

Landesstelle für Frauenbildung
und Projektberatung in Sachsen

Oskarstraße 1, 01219 Dresden
Tel. 0351 / 310 52 75
Fax  0351 / 310 70 13

www.frauenbildung-sachsen.de

Vernetzung in Sachsen: Der GenderKalender

Der GenderKalender ist eine Online-Plattform mit digitalem Veranstaltungskalender, welche alle an Geschlechtergerechtigkeit interessierten Menschen willkommen heißt. Hier werden Veranstaltungen, Treffen, Aktivitäten und Weiterbildungsmöglichkeiten rund um die Gleichstellung aller Menschen und Lebensweisen in Sachsen gesammelt und gemeinsam beworben.

Der GenderKalender lädt alle Projekte, Institutionen, Vereine und Personen zur Vernetzung und Beteiligung ein, welche solche Angebote bereitstellen (wollen).

Durch den so eröffneten Überblick soll die Arbeit für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft in ganz Sachsen  -  nicht nur in den urbanen Zentren, sondern auch im ländlichen Raum - unterstützt werden.

Egal ob nur neugierig oder schon Expert*in – ob Information, Treffen oder Weiterbildung gesucht oder angeboten werden, wir wünschen viel Spaß beim Stöbern, Lernen, Mitmachen und freuen uns auf neue Beiträge, Austausch und Anregungen!

www.genderkalender.de

Oktober 2016: Wechsel in der Geschäftsführung

 

Ab November 2016 wird die Geschäftsführung des FraGes durch Lisa König vertreten.

Dadurch, dass die Geschäftsführung im Oktober unbesetzt bleibt, werden Anfragen per E-Mail nur in Ausnahmefällen beantwortet.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Für Anfragen zur Einschreibung und zum Besuch des Schlüsselqualifikationsmoduls 23 "Genderkompetenzen" informieren Sie sich bitte hier.

 

 

Gender Glossar // Call for Papers

Geschlechtersensibler und diskriminierungsarmer Sprachgebrauch

Sprache ist als performativer Akt an der Konstituierung von Wirklichkeit(en) beteiligt. In diesem Prozess werden Differenzen, zum Beispiel durch Normen und Normierungen, geschaffen, begründet, irritiert und verstetigt.

Ausgehend von diesem Wissenschaftsverständnis, das auch beinhaltet, dass durch eine reflektierte Sprachpraxis Stereotypisierungen und Kulturalisierungen vermieden bzw. sicht- und bearbeitbar gemacht werden können, möchte die Redaktion des Gender Glossars anregen, Themenkomplexe in Bezug auf gendersensibles und diskriminierungsarmes Sprachhandeln zu bearbeiten.

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Genderperspektiven in der Universitätsmedizin Leipzig

Neues Projekt gestartet!

Männer und Frauen unterscheiden sich – auch in Fragen der Gesundheit und des Gesundheitsverhaltens. Das belegen mehrere Studien der vergangenen Jahre. Forscher der Universitätsmedizin Leipzig befassen sich im Rahmen des kürzlich gestarteten Projektes „Genderperspektiven in der Medizin (GPmed)“ damit, wie dieses Wissen künftig auch in die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen einfließen kann. Ein Jahr lang werden geschlechterspezifische Themen in der Medizin aufgegriffen und mit etablierten Forschern, dem wissenschaftlichen Nachwuchs und Studierenden sowie in der medizinischen Versorgung tätigen Fachkräften diskutiert. Ziel ist es, für geschlechtergerechtes Handeln und Behandeln in der Medizin zu sensibilisieren.

Das Projekt GPmed wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit mehr als 200.000 Euro gefördert. Sprecherin ist Prof. Dr. Katarina Stengler, Leiterin der AG Geschlechterforschung in der Medizin und Gleichstellungsbeauftragte der Universitätsmedizin Leipzig. Es gelte nun, das Potenzial der wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema zu nutzen, erklärt Prof. Stengler. „Wir möchten durch unsere Arbeit einen nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch anregen und damit Impulse für Veränderungen in der Therapie, Lehre und Forschung in der Medizin geben“, sagt die Projektleiterin von GPmed.

In Zusammenarbeit mit dem Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) werden Forscher des Projektes GPmed Untersuchungen aus der LIFE Erwachsenenstudie mit 10.000 Leipzigern auswerten. Zudem sollen drei Fachveranstaltungen mit dem Fokus auf geschlechterspezifische Themen in der Forschung, Lehre und Versorgung stattfinden. Ziel der Veranstaltungen ist es, Kooperationen und Netzwerke zu fördern, Empfehlungen und Strategien für Bildung und Forschung zu entwickeln und den Wissenschafts-Praxis-Dialog – fokussiert auf geschlechterspezifische Themen – zu unterstützen.

 „Wir nutzen für die Veranstaltungen ganz unterschiedliche Formate. Es werden einerseits übergreifende gendermedizinische Themen referiert, andererseits aber auch vertiefende Seminare und bilaterale Gespräche und Diskussionen genutzt“, erläutert Stengler.

 Der Auftakt für die Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Genderperspektiven in der Medizin – eine Bestandsaufnahme“ findet am 16. und 17. Juni 2016 statt. Einerseits liegt der thematische Fokus der Veranstaltung auf der Vorstellung des Projekts. Andererseits werden Wissenschaftler der Universität Leipzig als auch Externe ihre Forschungsergebnisse hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede präsentieren und diskutieren. Dadurch soll eine möglichst breite Einführung des Themas in den Bereichen Forschung, Versorgung und Lehre gegeben werden. Ab 01. Mai ist die Anmeldung offen.

Das Sommermeeting „Genderperspektiven in der Medizin – eine Zwischenbilanz“ findet am 15. und 16. September 2016 statt. Die Veranstaltung hebt ausgewählte Themen hervor, wie die Geschlechterunterschiede bei psychischen Erkrankungen.

Beim Abschlusssymposium „Genderperspektiven in der Medizin – Fazit und Zukunftsaussichten“ am 26. und 27. Januar 2017 werden Ergebnisse vorgestellt und Bilanz gezogen. Dazu wird ein gender- und projektspezifischer Tagungs- und Projektband vorgestellt. Abgerundet wird das Symposium mit Workshops, die den Blick auf zukünftige Themen und bislang wenig berücksichtigte Genderfelder lenken.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite unter:

gender.medizin.uni-leipzig.de

E-Mail: gleichstellung@medizin.uni-leipzig.de

letzte Änderung: 12.06.2018

Gender-Kritik-Reihe 2018

Zur Geschichte und Gegenwart feministischer Bewegungen

Vorträge und Workshop

Zum Programm